'Du bist
zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.'
Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz
Das ist eine sehr hohe
Messlatte,
die wir viel zu oft außer
Acht lassen.
Doch was ist Epigenetik
überhaupt?
Wikipedia weiß mehr
...
Hier
erfährtst Du mehr über die Epigenetik bei Pferden,
auf die ich
besonders durch die Forschungen von Prof. Emmeline
Hill
von der UCD
Dublin aufmerksam geworden bin.

Indem der Mensch u.a. das Pferd an seine Seite holte,
hat er eine tiefgreifende Verantwortung für dessen
seelisches und biologisches Wohlergehen übernommen.
Das klingt heute irgendwie antiquiert.
Wir waren es ja nicht persönlich.
Aber was ist die Realität vieler Pferde heute?
Die Antennen der Natur:
Hochsensibilität als biologische Superkraft
Als Flucht- und Herdentier
ist das Pferd ein
biologisches Meisterwerk der Feinsinnigkeit,
dessen Wahrnehmungsfähigkeiten
die menschlichen weit übertreffen.
Pferde erfassen akustische,
visuelle und atmosphärische Schwingungen
in Frequenzen, die dem Menschen verborgen bleiben.
Sie 'lesen' Herzfrequenzen, feinstes Muskelspiel und die
Wahrheit
im Gegenüber in Bruchteilen von Sekunden.
Verstellen komplett zwecklos.
Diese gigantische
Sinneskapazität bedeutet,
dass das Pferd seine Umwelt mit jeder Faser
seines Seins aufnimmt, permanent.
Jeder Gedanke, jede Emotion und jede
schwer greifbare Schwingung,
jede Harmonie oder Disharmonie
wirkt als direkter zellulärer Impuls.
Seine Hochsensibilität ist der Beschleuniger,
der feinste Umweltreize sofort verarbeitet und verankert,
denn davon war schlicht sein Überleben abhängig.
Die Epigenetik offenbart
heute mit wissenschaftlicher Präzision,
wie weit diese menschliche Verantwortung wirklich reicht:
Jede Entscheidung in
Haltung,
Zucht und Umgang
hinterlässt Spuren, die
bis in die
kommenden Generationen wirken.
Die zellulären Grundgesetze
der
Epigenetik verbinden alle Säugetiere.
Was die Forschung beim Menschen eindrucksvoll nachweist,
erklärt die feinen biologischen Vorgänge
beim hochsensiblen Pferd auf tiefgreifende Weise:
1. Das Vererben emotionaler Spuren
In der Humanforschung ist
bekannt,
dass prägende Erfahrungen epigenetische Marker setzen,
die in folgenden Generationen weiterleben.
Beim Pferd verhält es sich genauso:
Das Erleben der Mutterstute übersetzt sich
über biochemische Schalter direkt
in das heranwachsende Jungtier.
Ein Fohlen übernimmt mit dem Erbgut ein Nervensystem,
das bereits auf die Verfassung der Mutter fein abgestimmt
ist.
2. Der Einfluss der AhnInnen über Generationen
Die Humanbiologie
zeigt,
dass die Eizelle eines weiblichen Lebewesens
bereits im Mutterleib der Großmutter entsteht.
Für die Pferdezucht offenbart sich hier eine tiefe
Weisheit:
Die Lebensumstände, die
Geborgenheit und das Wohlergehen
der Großmutter-Stute gestalten
die epigenetische Vitalität
der Enkel-Generation
direkt mit.
Lass' Dir das mal auf der Zunge zergehen.
3. Die Umwelt als Gestalterin der Potenziale
Das reine Erbgut liefert das
Fundament,
doch die Epigenetik entscheidet darüber,
welche Qualitäten im Leben aktiv aufblühen.
Artgerechte Haltung, freie Bewegung, naturnahe Fütterung
ein intaktes Herdengefüge aktivieren genau
jene ursprünglichen Schalter, die für anhaltende
Gesundheit,
innere Balance und echte Resilienz sorgen.